Heckenpflanzen - Pflanzung und Pflege (nicht für Bambus)  

Hecken als Einfriedungen

Ein Zaun aus Gehölzen bietet die Möglichkeit, vielfältige biologische Ausgleichsräume im Garten zu schaffen. Auch ist die mit den richtigen Arten aufgebaute Gehölzpflanzung in der Regel kostengünstiger als so manche Mauer oder mancher Zaun. Eine Hecke kann nicht nur schöner als ein Zaun sein, sie ist auch naturgemäßer. Sie kann vor Sicht, Straßenstaub und teilweise sogar vor Straßenlärm schützen.

 
Im Garten lassen sich im Wesentlichen 3 Verwendungsbereiche für Hecken unterscheiden  

Hecken von 40-100 cm Höhe

Für niedrige strenggeschnittenen Hecken eignen sich der gewöhnliche Liguster (Ligustrum  vulgare), oder noch besser dessen vollständig winterharte immergrüne Form (Ligustrum vulgare Atrovirens). Diese wintergrüne Form wirf bei der Rodung im Herbst aber totzdem Ihr Laub ab. Ausgepflanzt ist sie wintergrün.
Ebenso die wegen ihrer tiefroten Blattfärbung beliebte Blutberberitze (Berberis thunbergii Atropurpurea).
Auch Hainbuchen (Carpinus betulus) lassen sich durch Schnitt in der angegebenen Höhe halten.

 

Hecken von 100-200 cm Höhe

Diese Höhe wird für die Einfriedung von Gartengrundstücken benötigen.
Dabei kommt es darauf an, das Grundstück gegen Einsicht abzuschirmen. Es reicht in den den meisten Fällen eine Hecken von 160-180 cm Höhe.
Auch hierfür können Sie Liguster oder die rotblättrige Berberitze verwenden.
Doch hierfür sollte die wohl schönste laubabwerfende Heckenpflanze, die Hainbuche  verwendet werden.
Mit Hainbuchen lässt sich eine absolut dichte Hecke erzielen, sie ist übrigens sehr hübsch im Frühjahrsaustrieb.
Das braune Laub behält sie größtenteils den ganzen Winter hindurch.
Weiter eignen sich der Feldahorn (Acer campestre) und der Mongolische Steppenahorn (Acer ginnala) die sich auch mit leichten, sandigen Böden zufrieden geben und selbst im Halbschatten wachsen.

 
Linguster Hainbuche Acer Ginnala  

Einzelpflanze Liguster - mit Sommerlaub

Einelpflanze Hainbuche - mit Sommerlaub Einzelpflanze Acer Ginnala - mit Sommerlaub  

Als immergrüne Hecke mit  exotischen Flair eignet sich auch Bambus.
Frostharte Bambusse wachsen sehr schnell und können ein Grundstück bereits nach wenigen Jahren blickdicht umschließen.
Bei Ausläufer bildenden Arten ist der Einbau einen so genannten Rhizomsperre unerlässlich.
Zahmer und einfacher sind hier die hostbildenen Bambusse der Art Fargesia. Die beste Variante ist der Fargesia murielae Jumbo. Dieser verträgt volle Sonne und die Hecke kann von unter 100 cm bis 300 cm Höhe betragen. Möglich sind sogar 4 Meter, wenn der Standort und die Pflege perfekt ist.

 
Jumbohecke gross
Auf der rechten Seite des Fotos ist eine Jumbohecke gepflanzt. Die Höhe der Pflanze ist naturbelassen und zur Zeit ca. 250 cm hoch, gepflanzt wurde in einem Abstand von ca. 100 cm .
Jumbohecke klein

Hier sehen sie eine auf ca. 100 cm geschnittene Jumbohecke. Gepflanzt mit ca. 30-50 cm.

Wie man eine Bambushecke pflanzt finden Sie hier

Diese Seite ist icht als Anleitung für Bambus gedacht, sondern für die Gehölzhecken.

Diese Fotos sollen nur zeigen das auch etwas anderes wie Thuja, Hainbuchen und Linguster gibt

 
Jumbo_jungpflanzen

Auf dem Foto sehen Sie die Jumbojungpflanze mit einem Wachstumsabstand von ca. 4-5 Monaten.

Als Hecke bieten wir Jungpflanzen an.

Eine sehr günstige Variante zu großen den Bambuspflanzen mit 100+ cm deren Preis um das 3 fache höher liegt.

 

Freiwachsende Hecken

Anstelle von Strenggeschnittenen Hecken können auch Einfriedungen aus freiwachsenden Ziersträuchern und Bambus (siehe oben) gepflanzt werden. Diese brauchen aber mehr Platz.
Sie müssen schon einen Pflanzstreifen von 1,5-2 Meter Breite um das Grundstück vorsehen. Ein regelmäßiger Schnitt entfällt.
Die Pflanzen werden lediglich ausgelichtet, erstmals nach mehreren Jahren, und dann nach Bedarf.
Das Auslichten erfolgt wie bei anderen Ziersträuchern auch: Die älteren Triebe werden entweder dicht über den Boden entfernt oder bis auf einen jüngeren Trieb zurückgeschnitten.

 

Die Bodenvorbereitung vor der Pflanzung

Bei der Pflanzung von Hecken wird nicht selten folgender Fehler begangen: Man hebt einen schmalen oder auch breiten Graben aus, stellt die Pflanzen hinein und füllt den Graben mit Erde zu, der der vorher mit Torf oder Kompost verbessert wurde.
Die Folge ist, dass sich die Wurzeln zunächst nahezu ausschließlich im lockeren Erdreich ausbreiten und sich bald gegenseitig Wasser und Nahrung streitig machen.
Wachstumsdepressionen, die sich häufig erst nach Jahren zeigen, sind dann fast unvermeidlich.
Besser ist es, den Boden großflächig vorzubereiten.
Die großflächige Bearbeitung ist besser als die Herstellung einer engen Pflanzgrube mit stark verbessertem Boden.
Bei einem so vorbereiteten Boden braucht man bei frei wachsenden Hecken an den entsprechenden Pflanzstellen nur noch Pflanzgruben in Breite und Tiefe des Wurzelballens der Pflanzen auszuheben und kann pflanzen. Bei Formhecken dagegen empfiehlt es sich, entlang einer Schnur einen entsprechenden Graben auszuheben, um die Pflanzen einfacher in eine grade Reihe setzen zu können.

 
Heckenpflanzung
 

Später spannt man noch eine zweite Schnur in Höhe der Pflanzen, damit die Hecke auch schnurgrade verläuft.
wer diesen Ratschlag der großflächigen Bodenbearbeitung nicht folgen kann oder will, der sollte seinen Graben oder sein Pflanzloch in doppelter Höhe und Breite des Wurzelballens der zu pflanzenden Heckenpflanzen ausheben.

Hecken benötigen viel Wasser, vor allem bis zum angewachsen sein. Wurzelnackte Pflanzen benötigen noch mehr Wasser wie normal. Wintergrüne Hecken müssen auch im Winter bewässert werden, wenn es möglich ist.

 

Tipp

So genannte Wurzelnackte Gehölze ohne Ballen vor dem pflanzen stark zurückschneiden(mind.1/3)
 Ebenso werden zu lange Wurzeln, oder stark beschädigte Wurzeln ein gekürzt.

Wurzelnackte Pflanzen sollten über Nacht bzw. 12 Stunden im Wasser stehen um sich voll zu saugen. Sie benötigen, deutlich mehr Wasser wir Pflanzen die zuvor im Ballen oder Topf waren, da die Wurzelmasse fehlt.

 

Heckenschnitt
Pflanz- und Aufbauschnitt


Nach dem Setzen der Pflanzen möchte man natürlich recht bald eine dichte Hecke erhalten, die Schutz bietet vor Lärm und Staub und vor den Blicken Neugieriger.
 Allzu häufig sieht man Hecken, die in den unteren Partien locker und durchsichtig sind.
Solche Gebilde sind die Folge unsachgemäßer Pflege in der Jungend und hängen mit dem Bestreben zusammen, möglichst schnell in den Genuss einer hohen Hecke zu kommen.
Diese Hecken wurden nach der Pflanzung nicht scharf genug zurückgeschnitten und in den folgenden Jahren hat man zuviel vom jährlichen Zuwachs stehen gelassen. Es ist aber kein Problem auch diesen Fehler zu beheben. Laubabwerfende Heckengewächse vertragen auch einen radikalen Rückschnitt.
Die ideale Zeit dafür ist der Winter.
Sie können die Hecke dann um ca. die Hälfte ihrer Gesamthöhe einkürzen.
Ist die Hecke jedoch zu lückenhaft, können Sie das Gehölz sogar bis auf 20 cm über den Boden herunterschneiden, es treibt dann im Frühjahr wieder aus.

 

Heckenschnitt

Grundsätzlich gilt:

je schärfer der Rückschnitt, um so besser.
Dazu muss man wissen, dass neue Triebe immer nur unmittelbar unterhalb der Schnittstelle gebildet werden, der Triebteil darunter bleibt kahl.

So kriegen Sie einen Bogen rein.

Kreative Heckenfreunde, mögen belaubte Torbögen, die allzu gradlinige Heckenwände auflockern. Stellen Sie dazu einen Rosenbogen als Leitgerüst möglichst bereits beim pflanzen der Hecke mit auf.
Lassen Sie die Heckenpflanzen dicht an den Bogen anschließen. Kräftige Triebe, die direkt am Bogen hochwachsen, bleiben die nächsten Jahr ungeschnitten.
Befestigen Sie diese Triebe mit einer Kordel am Bogen. Die Triebe werden erstmals geschnitten, wenn sie den oberen Punkt des Bogens erreichen.

 

Junge Hecken sollen also möglichst oft und kräftig beschnitten werden.

Laubabwerfende Hecken wie Hainbuche, Liguster, Berberitze und Ahorn  können Sie zweimal jährlich schneiden: im Mai/Juni, also vor dem „Johannistrieb“ und im August September.
Bitte beachten Sie aber die Brutzeiten der Vögel, denn diese nisten sehr gern in älteren Hecken.

 
Zwischenlagern von wurzelnackten Pflanzen  
 
Zwischenlagern Damit die Wurzel nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, was zum Verlust der Pflanze führen kann, ziehen Sie einen Graben und stellen die wurzelnackten Pflanzen hinein  
Zwischenlagern Wenn alle Pflanzen die Sie zwischenlagern möchten in den Gräben stehen, schütten Sie den Graben wieder mit Erde auf.  

Hier sehen Sie 4 Fotos von Hainbuchen.

Dieses ist ein 10er Bund Hainbuchen das für den Versand und als Kundenservice auf 90 cm + Wurzeln herunter geschnitten wurde

 

Es sind sehr kräftigen Pflanzen die sich nur als max. 10er Bund binden lassen.

Dünnere bzw. kleiner Pflanzen gibt auch in 25er Bunde

 
600 Hainbuchen

Hier sehen Sie im Hintergrund das Volumen von 600 Hainbuchen. 4 Meter breit und 1,6 Meter hoch. Von diesen kräftigen Pflanzen bekommen wir max. 50 Pflanzen in ein Paket, da wir ein vorgegebenes Gurtmaß nicht überschreiten dürfen.

Davor liegen einige Bund Ligustrum

Unten sehen Sie eine Paket mit maximalem Gurtmaß mit 50 Pflanzen Inhalt

 
www.bambus-celle.de